Viele meiner Patientinnen kommen zu mir mit denselben Worten: „Meine Haut spannt ständig, juckt, ist gerötet – und egal was ich ausprobiere, nichts hilft wirklich.” Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie hier genau richtig. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, woher trockene, sensible Haut kommt – und was wirklich hilft.
Wann reden wir von trockener, sensibler Haut?
Nun wollen wir zunächst der Frage nachgehen, was diesen Hauttyp überhaupt kennzeichnet. Hier liegt ein Mangel an Feuchthaltefaktoren und Lipiden (Fetten) vor. Daraus ergibt sich als Folge eine gestörte Hautbarriere.
In den Bereichen Gesicht, Hals und Dekolleté erscheint trockene Haut oft gerötet, schuppig oder fahl. Auch entwickeln sich schneller feine Fältchen, vor allem im Augen- und Mundbereich.
Am Körper geben meine PatientInnen oft ein Spannungsgefühl bis hin zum Juckreiz an – vermehrt nach dem Duschen oder bei starkem Schwitzen. Besonders betroffen sind meist die Unterschenkel über den Schienbeinen, Füße, Hände, Ellbogen und Unterarme. Erhält die Haut dann nicht ausreichend Schutz und Pflege, kann sie sich vermehrt schuppen, rissig werden und sich sogar entzünden.
Woher kommt trockene Haut?
Menschen, die zu trockener Haut neigen, bringen meist die genetische Veranlagung dafür mit. Viele verstärken diese Tendenz noch durch ihren Lebensstil und falsche Pflegegewohnheiten.
Äußere Einflüsse wie Kälte, Hitze, Sonne und Wasser sowie Reizstoffe spielen eine wesentliche Rolle, wenn die Haut anfängt zu rebellieren. Von innen wirken Flüssigkeitsmangel, einseitige Ernährung, Rauchen, regelmäßiger Alkoholkonsum, Hormonschwankungen und nicht zuletzt die Psyche auf den Hautzustand. Aber auch Grunderkrankungen wie z. B. Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus, kommen ebenfalls als Verursacher infrage.
Ekzeme und Neurodermitis – wenn sensible, trockene Haut krank ist
In manchen Fällen können aber neben trockener Haut auch wiederkehrende Ekzeme (Hautentzündungen) mit starkem Juckreiz auftreten. Dann sprechen wir von Neurodermitis oder atopischem Ekzem. Rund 25% der Bevölkerung ist davon betroffen. Diese durch erbliche Anlagen und durch Umwelteinflüsse bedingte Hautkrankheit bricht oft schon im Kindesalter aus.
Die Haut ist an verschiedenen Stellen immer wieder sehr trocken, gerötet, verdickt und juckt häufig stark. Durch Kratzen entstehen offene Hautpartien, die sich leicht entzünden. Viele Faktoren wie z. B. trockene Luft, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Stress verschlimmern die Beschwerden.
Lesen Sie mehr über Ursachen, Krankheitszeichen, Diagnose und Therapiemöglichkeiten bei Neurodermitis und chronischen Ekzemen unter www.neurodermitishilfe-wien.at oder kontaktieren Sie unsere Hotline unter 01 817 49 93-16.
Was kann ich bei trockener Haut selbst tun?
Die meisten meiner Patienten mit trockener, sensibler Haut kommen zu mir, um zu erfahren, was sie selbst tun können, um ihre Beschwerden zu lindern. Im Folgenden möchte ich meine Tipps bei trockener Haut mit Ihnen teilen.
Allgemeine Tipps:
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- Alles, was die sensible Haut reizt und austrocknet, ist möglichst zu vermeiden. Dazu gehören neben extremer Hitze, Kälte oder Sonne auch Alkohol, Nikotin, Stress oder Schlafmangel. Auch zu viel Wasserkontakt wie häufiges Duschen ohne rückfettende Reinigungsprodukte und anschließende Pflegeprodukte sind Stress für Ihre Haut.
- Nachdem gerade dieser Hauttyp vermehrt zu allergischen Reaktionen neigt, achten Sie darauf, dass Ihre Pflegeprodukte unbedingt frei von Parabenen, Paraffinen und Sulfaten sind.
- Trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter Wasser und/oder ungesüßten Kräutertee. Denken Sie bitte an eine vitamin- und mineralstoffreiche Kost oder ergänzen Sie diese von innen.
- Verwenden Sie ungesättigte Öle. Mein Favorit ist das Nachtkerzenöl, das Linolsäure enthält. Es ist in jeder Drogerie leicht erhältlich und kann als „Rückfettung von innen“ am besten in die körpereigene Lipidstruktur der Haut eingebaut werden. Nehmen Sie täglich ein bis zwei Esslöffel davon zu sich.
Die richtige Pflege für trockene, sensible Haut:
Meine Empfehlung für trockene, sensible Haut:
Wenn ich meinen Patientinnen ein einziges Produkt für den Start empfehlen müsste, wäre es die
Derma Balance Salbe –
sie beruhigt gereizte Haut zuverlässig und ersetzt in vielen Fällen kortisonhaltige Präparate.
Für die tägliche Pflege empfehle ich zusätzlich das
Stammzellen Hyaluron Serum –
es spendet intensive Feuchtigkeit und stärkt die Hautbarriere langanhaltend.

Ihre Dr. Sabine Schwarz
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